KREATIVITÄT ALS QUELLE FÜR EIN EIGENVERANTWORTLICHES LEBEN

Der Elemente Workshop findet an der Gesamtschule im Bildungszentrum Weissach im Tal mit SchülerInnen statt. An dieser Stelle veröffentliche ich Texte und Materialien zum Nachdenken oder Vertiefen. Viel Freude damit. 🌞

Ich biete diesen Workshop auch in meiner Praxis für Menschen jeden Alters in individuell angepassten Sitzungen für Einzelpersonen an.

Im Elemente-Workshop lernen wir, dass das Leben eine Kunst ist und dass wir Schöpfer sind.

Wir lernen, welche Elemente es in unserer Entwicklung und unserer Welt gibt, welche Elemente im Leben wichtig sind und dass wir Selbst auch nur ein Element, ein kleiner Teil vom grossen Ganzen sind.

Wir lernen, dass wir ein Teil der Erde sind und dass Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber elementar ist und Freiheit mit sich bringt.

Wir lernen, dass wir alle unterschiedlich und besonders sind, weil wir unsere Einzigartigkeit und Besonderheit in die Welt, ins Leben und in die Gemeinschaft tragen sollen. 

Wir lernen, dass wir Körper, Geist und Seele haben, die sich gegenseitig beeinflussen und wir lernen diese drei Elemente in Balance zu bringen und gleichwertig zu nutzen.

Wir lernen dass Emotionen und Gefühle genauso wichtig sind wie Gedanken und Handlungen, dass alles eine Berechtigung hat und einen Sinn ergibt.

Wir lernen mit beiden Beinen fest auf der Erde zu stehen und uns dem Fremden und Ungewissen zu öffnen, damit wir uns gefestigt und sicher fühlen und unseren ganz eigenen und natürlichen Platz finden können.

Wir lernen, dass alles auf Eigensinn, Kreativität und Entscheidung basiert und dass es Spass macht im Fluss des Lebens zu schwimmen.

ABLAUF

Wir sind alle zusammen anders, treffen uns regelmässig und begeben uns in eine sichere Raum-Zeit Kapsel in der alles sein darf was wir sind und brauchen. Was wir brauchen und was sein will- das finden wir auf spielerische Art und mit ganz viel Offenheit gemeinsam heraus.

Es gibt  für jeden von uns Raum und Zeit über unsere Wünsche, Gedanken und Probleme zu sprechen, uns zuzuhören und uns so kennenzulernen und auszudrücken wie wir wirklich sind. Wenn wir wissen wer wir sind, dann wissen wir auch was wir wollen und tun können um unsere Welt zu verzaubern und was es heisst im Flow zu sein.

INHALT UND THEMEN

1   Erde und Mensch

2   Alte und neue Weltbilder

3   Wissen und Wahrheit

4   Glaube und Spirit

5   Denken und Fühlen

6   Emotionen und Innerer Reichtum

7    Schwingung und Energie

8   Körper-und Energiearbeit

9   Individualität und Verbindung 

10   Freiheit und Geborgenheit

11   Achtsamkeit und Wachsamkeit

12   Wahrnehmung und Intuition

13   Diversität und Grenzen

14   Liebe und Sex

15   Offenheit und Klarheit

16   Initiative und Passivität

17   Zugehörigkeit und Selbstannahme

18   Perspektive und Potential

19   Vertrauen und Zuversicht

20   Gleichgewicht und Standhaftigkeit

21   Arbeit und Berufung

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SAMMLUNG VON DEFINITIONEN und ZITATEN:

ELEMENT

° einer der chemischen Grundstoffe

° etwas, das (zusammen mit anderen Teilen) Teil von etwas ist

° ein Objekt, das Teil einer Menge ist

° Die kleinste fundamentale Substanz, die aus Atomen derselben Sorte aufgebaut ist, die einzeln oder in Kombination Materie erschaffen.

° Masseinheit, Baustein, Inhaltsstoffe

° eine bestimmte Gruppe innerhalb einer grösseren Gruppe

° Beschreibung für Wetterkonditionen: „Die Elemente spielen mit der Erde“

° Der natürliche und für ihn passendste Zustand eines Menschen: „in seinem Element sein“

° einfacher, rudimentärer Teil eines Subjekts der Betrachtung / eines Wesens (Bsp: Atom, Körperteil, Mensch als Teil der Gesellschaft, Blatt als Teil des Baumes, Buchstaben als Teil der Worts….Teil einer Rechnung,Formel, Daten, Teil eines Netzwerks,Teil einer Zeichnung / Konstruktion  (Linie, Bausteine), Teil einer Funktion oder Wirkungsweise (z. B. Körperfunktion…Organe oder Körpersäfte und ihre Arbeit oder Heilmittel und ihre Zusammensetzung)

° Wasser, Feuer, Erde, Luft, (Äther)

° (GE)ZEITEN: Uhr…Sekunden, Stunden, Tage, Monate, Jahre, Tag und Nacht, Ebbe und Flut

° Sonne, Mond, Sterne, Planeten

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ZITAT aus Das grosse Lexikon Traditioneller Symbole:

Die passiven Kräfte der Natur. 

In frühen Naturvorstellungen gibt es vier Elemente: 

Das Wasser, symbolisiert durch Wellenlinien,

Das auf der Spitze stehende Dreieck und die Farben Blau und Grün.

Es hat die Merkmale Feuchtigkeit, Flüssigkeit und Kohärenz (zusammenhängend, fliessend sich zusammenfügend)

Das Feuer wird dargestellt durch die Flamme, durch Lichtstrahlen, Pyramiden

oder das mit der Spitze nach oben zeigende Dreieck und die Farben Rot und Orange.

Es hat die Merkmale Hitze, Bewegungen es verzehrt.

Die Erde verkörpern ein Quadrat oder ein Kubus

Und die Farben Braun, Schwarz oder Gelb. 

Sie hat die Merkmale Kälte und Festigkeit, und sie kann eine Last tragen.

Die Luft zeigt sich durch die Symbole Himmelskreis oder Bogen und die Farben Blau oder Sonnengold.

Sie ist gekennzeichnet durch Trockenheit, Licht und Beweglichkeit.

In der chinesischen Symbolik vereinen sich die vier „Geistbegabten Geschöpfe“: Der blaue oder grüne Drache (rituell durch das runde, blaue Jadetäfelchen dargestellt) ist die Luft. Es gibt auch einen Drachen des Wassers, der Erde und der Berge.

Der Phönix (mit dem roten Jadetäfelchen) verbindet Luft und Wasser.

Die Schildkröte (mit schwarzer halbkreisförmiger oder mit gelber röhrenförmiger Jade) ist Erde und Wasser.

Der weisse Tiger (und die weisse Jadefigur eines Tigers) vereinen Feuer und Wasser in sich.

Feuer und Luft sind Yang, aktiv und männlich. Aktiv = eröffnend, gebend

Wasser und Erde sind Yin, passiv und weiblich. Passiv = empfangend, sich öffnend

In der Symbolik sind die Elemente gewöhnlich weibliche Figuren oder Gottheiten.

Das Wasser wird symbolisiert durch die überlaufende, umgestürzte vase, durch Neptun, die Tritonen, die Nereiden, durch Delfine oder Hippokampen

Das Feuer ist eine Frau mit einem brennenden Kopf, ein Phönix oder ein Vulkan

Die Erde wird durch die Göttin der Fruchtbarkeit, das Füllhorn, die chronische Schlange oder durch den Skorpion oder die türmchenbesetzte Krone der Kybele dargestellt.

Die Luft verdeutlichen Juno und der Pfau oder Juno in der Luft, mit Ambossen an den Füßen, oder das Chamäleon, von dem man annahm, das es von der Luft lebte.

Im Daoismus gibt es fünf Elemente, die sich wechselseitig überwinden.

Das Holz besiegt die Erde; die Erde das Wasser; das Wasser das Feuer; das Feuer das Metall; das Metall das Holz

(Vgl das Spiel Stein, Schere, Papier)

In der hinduistischen und buddhistischen Symbolik gibt es ebenfalls fünf Elemente:

Die Erde ist ein Quadrat oder Kubus; das Wasser eine Kugel oder ein Kreis, das Feuer ein Dreieck oder eine Pyramide, die Luft eine Mondsichel und die von einem Edelstein oder einer Flamme gekrönte Mondsichel ist das fünfte Element: Der Äther

ZITAT aus Die geheimen Symbole der Frauen Barbara G. Walker

Die Symbole für die vier Elemente aus der Antike erschienen entweder in Dreiecks-oder Kreisform, und sie wurden in der Reihenfolge ihrer vermuteten Dichte bzw. Feinheit angeordnet. 

Am schwersten von den vier Elementen war die Erde, sie sinkt zu Boden, wenn sie in einem Gefäß mit Wasser vermischt wird. Im Gegensatz dazu schwimmen Luftblasen im Wasser oben, und das Feuer steigt in der Luft auf und ist deshalb das leichteste Element.

Die Griechen haben manchmal behauptet, daß es ein fünftes Element gäbe, das noch leichter und heller als Feuer sei und nur im Himmel vorkomme. Sie nannten es Äther, die Sternenmaterie aus der die astralen Körper himmlischer Wesen (ihre Sternenkörper) geschaffen waren. 

Dieses fünfte ätherische Element wurde zur mystischen quinta essentia der mittelalterlichen Alchemie.

Die Vorstellung vom Äther war so anziehend, dass manche Menschen ihr nicht lange anhingen, auch als die Wissenschaft schien längst bewiesen hatte, dass es keine solche Substanz gibt (auch auch mit der Entdeckung der wirklichen Elemente begonnen hatte, von denen keines zu den klassische Vieren gehört).

Noch bis ins 19. Jh. gab es die landläufige Vorstellung, dass der ganze äussere Raum von einem höchst wundersamen Gas, dem „Äther“ erfüllt sei.

Die vier Grundelemente fanden durch die griechische Natur ihren Eingang in die europäische Tradition, aber die Griechen waren keinesfalls die ersten, die mit dieser Vorstellung vertraut waren.

Jahrtausendelang, ja vielleicht sogar Hunderttausende von Jahren gehörten die vier Elemente zum menschlichen Denken. Ihr tatsächlicher Ursprung lag irgendwo im neolithischen Zeitalter; damals entdeckten die Menschen, das es (abgesehen von Kannibalismus) nur vier Möglichkeiten gab, sich der Körper ihrer Toten zu entledigen: Die Erdbestattung, die Verbrennung, die die Wasserbestattung oder die Aussetzung der Toten für die Aasvögel aus der Luft. Alle vier Bestattungsformen waren den Menschen der Antike bekannt, sie betrachteten den Tod als eine Umkehrung der Geburt: eine Rückkehr zur Mutter, die alles Leben in der Welt hervorgebracht hatte.

Aus diesem Grund sind einige der ältesten Bilder der Urmutter und Göttin eng mit der Vorstellung der Elemente verbunden. Die vier Elementsymbole findet man z. B. In den vier Händen der indischen, vorvedischen grossen Mutter Kali, die die Klänge der Sanskritbichstaben erfand und aus diesen die Urmantras schuf, die das Universum entstehen liessen.

Diese Klänge wurden als

La für die Erde

Wa für Wasser

Ja für Luft 

Ra für Feuer

klassifiziert.

Und der Geist der Göttin selbst 

Ma

  • was sowohl „Mutter“ als auch „Intelligenz“ bedeutet- brachte sie alle zur Einheit.

Im  „Mahanirvanatantra“ wird diese Göttin als Erde , Wasser, Luft und Feuer angerufen, aber auch als Leben-in-dieser-Welt , als Erkenne-dich-selbst und als höchste Gottheit.

Sie vermischte die vier Elemente, um Leben aus Fleisch (Erde), Blut (Wasser), Atem (Luft) und Feuer (Lebenswärme) zu erschaffen.

Diese Vorstellung hielt sich lange Zeit- bis zur mittelalterlichen europäischen Medizin, die immer wieder die Mischung der vier „elementaren Säfte“ des Körpers betonte. 

Die stoischen Philosophen hatten eine ähnliche Vorstellung. Sie personifizierten die Natur als Muttergöttin, die das Leben aus den vier Elementen geschaffen hatte. Sie war der „Ursprung von allem und die Wächterin der Mysterien.“ Sie erbaute sie Mauern der Welt und schuf die Erde als Kugel, die genau in der Mitte hing und von Sternenschwärmen umgeben wurde (dieses antike griechische Vorstellung von der kugelförmigen Erde wurde im Mittelalter durch die jüdisch-christliche und biblische Idee einer flachen Erde ersetzt). Der stoische Autor Manilius sagte, dass die Göttin „verschiedenartige Teile – Luft, Erde, Feuer, fliessendes Wasser – zu einer Einheit organisierte und so ordnete, dass sie einander ernähren konnten, und auf diese Weise herrschte zwischen all diesen entgegengesetzten Prinzipien Harmonie und die Welt konnte fortdauern.“

Je mehr man sich im Laufe der Jahrhunderte auf die Theorie der Elemente konzentrierte, umso reichlicher wurden die Querbeziehungen. So glaubten beispielsweise mittelalterliche Denker an vier verschiedene Arten von Elementargeistern: Die Gnomen für die Erde, die Undinen für das Wasser, die Salamander für das Feuer, die Sylphen für die Luft.

Die vier färben der tarotkarten waren Zeichen für die Elemente, und wenn man sie mischte so sollte das die Entstehung von Ereignissen wiederspiegeln.

Die Stäbe standen für Feuer, die Schwerter für Luft, die Kelche für Wasser und die Münzen für Erde.

Männliche Instanzen bemächtigten sich der zwei Elemente, die als höher oder feiner betrachtet wurden; sie erklärten, dass Feuer und Luft „männlich und überlegen seien, während Wasser und Erde „weiblich und deshalb unirituell , schwer, kalt, passiv und schlammig“ seien. Aber die okkulte Tradition blieb dabei: „Nur Erde und Wasser können eine lebende Seele hervorbringen.“

In Indien hiess es, dass Mantras, die hauptsächlich feurige oder luftige Buchstaben enthielten „grausam“ seien, während Mantras mit größtenteils wässrigen oder erdigen Buchstabenklängen „freundlich“ seien. 

Die traditionellen kreisförmigen Symbole für die Elemente drücken die übliche Vorstellung aus, dass sie in aufsteigender Richtung immer dünner werden. Ein einfacher leerer Kreis steht für Feuer und zeigt, dass das Feuer kein „Gewicht“ hat.  Ein Kreis mit einem Punkt in der Mitte , der auch die Sonne darstellt, steht für Luft. Die horizontale Linie des Meereshorrizont , der auch Diameter genannt wird, steht für Wasser. Das Kreuz in einem Kreis mit all seinen vielen Variationen stellt die vier Windrichtungen dar und symbolisiert die Erde. Wenn man das Zeichen für Erde auf alle drei anderen Zeichen legt, so sieht man, dass es sie alle bedeckt und in sich enthält.

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Zum Weiterdenken und hinterfragen:

Wie im Kleinen so im Grossen

Wie unten so oben

Aus den einzelnen Elementen kann etwas entstehen, sich zusammenfügen oder wieder auflösen

z. B Wasser wird veränderlich durch die Form die es annimmt

WIR SIND AUCH JEDER FÜR SICH EIN ELEMENT 

In alten Lehren ist der Mensch ein Element der Erde (als Teil des Universums), der wiederum selbst aus Elementen besteht und zwar körperlich, geistig und seelisch. 

Körperlich: Knochen, Haut, Muskeln, Venen, Blut, Organe —> LEBEN ALS EINFACHES SEIN, ANIMALISCH, FORM

Mental: Gedanken, Vernunft (rational oder Träumer, Wissenschaftler oder Künstler, etc…Wahrnehmung, Analyse, Beschreibung und Verarbeitung der Aussenwelt, —> Kommunikation —> SINN, WISSEN, LERNEN, AUSTAUSCH

Seelisch: Innenwelt verschiedene Gefühle und Emotionen, Träume und Visionen —> Interaktion (—> Sternzeichen, Einflüsse, Sensibilität, Empathie, ) —> ENERGIE, SCHWINGUNG, STIMMUNG, REAKTION, FLIESSEND

Lasst uns gemeinsam weiterdenken, Bilder und weitere Beispiele finden

Welche Elemente passen am Besten zu mir, welche sind mir am Wichtigsten/ nicht so wichtig, mit welchen Elementen beschäftige ich mich am meisten, welche betreffen mich besonders, wie ist meine Seele aufgebaut,…?

Erst wenn ich diese Elemente alle verbinde ergibt das die einzelne Person, den individuellen Menschen, seinen unverwechselbaren Charakter, seine Einzigartigkeit

Wie nehme ich mich wahr als Element ?

Was sind die einzelnen Anteile / Elemente in mir?

Bin ich wichtig als Element und falls ja, wie?

Was bin ich als Teil einer Gemeinschaft (Familie, Freunde, Schule, Gesellschaft, Welt)?

Aus welchen Elementen ist mein Leben zur Zeit beschaffen?

Wenn das Leben ein Kartenspiel wäre und die einzelnen Elemente meines Lebens die Spielkarten:  Welche möchte ich beibehalten und welche neu mischen?

Gibt es Elemente, die wichtiger sind als andere?

Oder sind alle gleich wichtig?